Wenn ein neues Haushaltsgerät einzieht, stellt sich für uns Smart-Home-Enthusiasten sofort die Frage: „Ist das Ding smart und wie kriege ich es in mein System?“ In meinem aktuellen Video nehme ich einen neuen Miele-Wäschetrockner mit „Miele@home“ unter die Lupe und zeige euch, wo die Stolperfallen bei der Integration liegen.
Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse für eure Planung:
1. Recherche vor dem Kauf: Lokal vs. Cloud
Ein Gerät, das „App-Steuerung“ verspricht, ist noch lange nicht perfekt integriert.
Die Cloud-Falle: Viele Hersteller (wie auch Miele) erlauben den Zugriff nur über deren eigene Server. Das bedeutet: Kein Internet, keine smarte Steuerung. Zudem seid ihr darauf angewiesen, dass der Hersteller seine API für Drittanbieter wie Home Assistant offen hält.
Home Assistant Fokus: Idealerweise sucht man Geräte, die lokal (z.B. über MQTT oder eine lokale API) kommunizieren. Bei Haushaltsgeräten ist das leider noch die Ausnahme.
2. Die Ersteinrichtung: Geduld ist gefragt
Auch wenn Miele für Qualität steht, war die WLAN-Einbindung bei mir etwas hakelig.
Pro-Tipp: Wenn der Standard-Suchmodus oder der QR-Code-Scan fehlschlägt, probiert den WPS-Modus. Damit hat es bei mir letztlich sofort funktioniert.
App-Check: Ladet euch die Hersteller-App (Miele@home) vorab im Demo-Modus herunter. So seht ihr, welche Funktionen überhaupt freigegeben sind, bevor ihr viel Geld ausgebt.
3. Home Assistant vs. free@home: Ein ungleiches Duell
Ich habe den Trockner in beide Welten integriert, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen:
Home Assistant (Der Gewinner): Die Integration ist recht umfangreic

. Ich sehe nicht nur, ob das Gerät läuft, sondern auch den aktuellen Programmabschnitt, die Restlaufzeit und ob die Tür offen ist. Sogar Diagnose-Informationen werden ausgelesen.
free@home (Die Spar-Version): Hier ist die Integration leider sehr „mau“. Man sieht im Grunde nur, ob das Gerät an oder aus ist und die Restlaufzeit. Komplexe Aktionen lassen sich damit kaum bauen.
4. Praktischer Nutzen: Schluss mit dem Piepsen!
Der größte Mehrwert für mich? Ich habe alle akustischen Signale am Trockner deaktiviert. Statt nervigem Piepen nutze ich nun:
Visuelle Signale: Eine zentrale LED-Leiste im Flur leuchtet blau, wenn der Trockner fertig ist.
Push-Benachrichtigungen: Home Assistant schickt eine Nachricht aufs Handy, sobald die Wäsche entnommen werden kann.
5. Das Problem mit der Verbrauchsmessung
Smarte Geräte schätzen ihren Verbrauch oft nur (z.B. in Prozent). Wer echte Daten für sein Energie-Dashboard will, kommt um einen externen Zwischenstecker (z.B. Shelly Plus Plug S) nicht herum. Nur so erhaltet ihr präzise Watt-Werte für eure PV-Optimierung.
Die detaillierten Schritte zur Einrichtung in beiden Systemen und meine Meinung zum „KI-Assistenten“ der Miele-App erfahrt ihr hier im Video:
Zum Video: Miele Trockner smart machen – Integration & Test
Wie sieht’s bei euch aus? Habt ihr eure Waschmaschine oder den Trockner schon erfolgreich vernetzt oder ist euch das „zu viel Spielerei“? Schreibt es mir in die Kommentare!